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Römermuseum Xanten

1991 wurde durch Baggerarbeiten in einem Kanal beim niederrheinischen Xanten-Wardt ein römisches Plattbodenschiff in der Uferböschung angegraben.
Das so genannte Wardter Schiff ist ein früher Fund der gallo-römischen Bautradition der Prahme vom Typ "Zwammerdam" und stammt etwa aus der Zeit 95 n. Chr. Die Planken sind in Kraweeltechnik nebeneinander angeordnet, innen liegende Wechselspanten sorgen für Verbund und Stabilität. Ein als Mast-schuh gearbeitetes Querholz belegt den Einsatz eines Segels.
 
Auch die Aufhängung des "Luftschiffes" erforderte Kreativität und Maßarbeit. Ein über dem Besucherstandort angebrachter Lastverteilungsrahmen nimmt das Gewicht der an sieben Befestigungspunkten hängenden Rekonstruktion auf und leitet es mit schrägen Stahlstangen zur Museumsdecke ab.

Bildrechte: Graf Fo To